Grundtvig Lernpartnerschaft 2010 - 2012

Interkult – Wertevermittlung im interkulturellen Kontext

Die durch das europäische Förderprogramm „Grundtvig“ finanzierte Lernpartnerschaft, deren koordineirende Einrichtung der deutsche Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln ist, setzt sich mit der "Wertebildung und Wertevermittlung im europäischen, interkulturellen Kontext" auseinander. Kooperationspartner sind in Köln das Erzbistum Köln mit dem Referat „Dialog und Verkündigung“, das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. und die katholische Hochschule NRW, Abt. Köln.
Die europäischen Partner sind: Caritas der Diözese Bozen-Brixen mit Jugenddienst Dekant Bozen und Familienberatung Südtirol (Italien); Asociatia Formare Studia Iasni (Rumänien); Europäisches Institut für interkulturelle und interreligiöse Forschung, Vaduz (Liechtenstein); Diecezsni Charita Hradec Kralove (Tschechien); Kardinal-König-Haus, Wien mit Caritas der Erzdiözese Wien (Österreich) und Caritas Satu Mare (Rumänien).
Kann Erwachsenenbildung heute "europäische" Werte vermitteln? Welche Werte sind in einer multikulturellen Gesellschaft konsensfähig? Kulturelle Diversität ist in der europäischen Gesellschaft ein Faktum. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund steigt. Träger der Erwachsenenbildung, der Sozialen Arbeit und die Seelsorge sind gezwungen, attraktive Bildungsangebote für Erwachsene zu entwickeln und durchzuführen, die dazu beitragen, Teilnehmerinnen und Teilnehmer in dieser relativ neuen, aber an Bedeutung zunehmenden Dimension zu befähigen, negative Einstellungen zu verändern und damit das friedliche Zusammenleben in Europa zu fördern. Neben der Erlangung und des Ausbaus von Fachkompetenz der Lehrenden soll den jeweils erwachsenen einheimischen Lernenden durch Bildungsangebote mehr Handlungssicherheit im Umgang mit jeweils anderen Kulturen, Religionen und ethischen Prägungen in säkularen Gesellschaften gegeben werden. Dafür soll ein Rahmen-Curriculum für Erwachsenenbildungsangebote "Wertebildung und Wertevermittlung im europäischen, interkulturellen Kontext" erarbeitet werden. Besonders hilfreich dabei ist, dass dabei ein "Abgleich" der Anforderungen und Möglichkeiten zwischen osteuropäischen und westeuropäischen Ländern berücksichtigt werden kann und somit insgesamt eine hohe Praxis-Relevanz für europäische Anforderungen erreicht wird. Gerade der Frage der Werte und der Ethik kommt in den osteuropäischen Ländern eine hohe Bedeutung zu, wenngleich auch die westeuropäischen Gesellschaften umgekehrt, sich zunehmend säkulare entwickeln und auch hier geeignete Konzepte für die Erwachsenenbildung immer mehr an Bedeutung gewinnen.

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